Burnout Seminar

Das Echo des Burnout Seminars vom 4. – 5. März war sehr gut – also habe ich mich mit der Seminarleiterin, Frau Dr. Claudia Böttcher, Psychiaterin direkt darüber unterhalten.
Ich ging der Frage nach, wie sie die Diagnose Burnout vom Burnout als Modewort abgrenzt/erkennt:

Sie sagt:

Burnout und Depression trenne ich nicht scharf – es sind fliessende Übergänge. Burnout ist eng mit der Arbeitstätigkeit verbunden, aber ich gebe auch die Diagnose Burnout bei z.B. Angehörigen, die ihre erkrankten Ehemänner oder Frauen pflegen und sich dabei erschöpfen. .

Wichtige Unterscheidungspunkte vom Krankheitsbild Burnout zum Modewort sind für mich die “Wesenveränderung” vom engagierten hoch motivierten Mitarbeiter, der dann resigniert, sich zurückzieht und aggressiv, ablehnend, zynisch, sarkastisch wird. Um auszubrennen muss ein Mensch vorher Feuer und Flamme für eine Sache gewesen sein – dies hilft mir immer in der Unterscheidung

Danke für deine Erläuterung!

Christina Casanova

Gestalttherapie

Antonio Bettinaglio ist Gestalttherapeut, tätig in eigener Praxis in Meilen. Nebst seiner Praxistätigkeit arbeitet er am IKP. Ich habe mich mit ihm über sein Angebot Gestalttherapie am IKP unterhalten.

Er sagt, in meinem Seminar Grundlagen zur Gestalttherapie vermittle ich folgendes:

Gestalttherapie ist eines der grundlegenden humanistischen Behandlungsverfahren zur Behandlung von psychosomatischen Störungen und seelischer Konflikte. Sie lässt sich kennzeichnen durch Stichworte wie, Gewahrsamkeit im Hier & Jetzt, Kreativität, Kontaktfähigkeit, Spontaneität, also die Essenz menschlichen Leben.

Folgender Leitsatz fasst die Gestalttherapie zusammen: Leben ist, was stattfindet, während man sich gerade andere Pläne macht.

    Weil der Mensch als Organismus verstanden wird, der im Austausch mit der Umwelt sein Leben lebt, werden psychische Störungen als Kontaktstörungen in diesem Austausch aufgefasst. Dabei wird psychisches und physisches gleichrangig betrachtet: Das heisst für den Therapieprozess, dass dem körperlichen Ausdruck (“Was sagt Dein wippender Fuss”) die gleiche Aufmerksamkeit zukommt, wie geistig-verbalen (ellenlange Begründung, warum man nicht anders kann). Es handelt

sich somit um einen ganzheitlichen oder psycho-somatischen Ansatz

    Ihre Faszination liegt in der Unmittelbarkeit des therapeutischen Stils. Statt im Dort und Dann zu arbeiten, wie es Psychoanalyse in der Übertragungsneurose anstrebt, wird der Klient aufgefordert sein Erleben ins Hier & Jetzt, in die Gegenwart zu bringen.

Gestaltherapie bietet effektive und verblüffend einfache Instrumente / Mittel an,  Blockaden wieder zu lösen und die frei gewordenen Energie wieder andersweitig zu verwenden. Die TeilnehmerInnen können diesen Effekt schon in kleinen Experimenten “am eigenen Leib” erleben”.

Auf die Frage, wie Körperzentrierte Psychotherapie und Gestalttherapie als Methoden miteinander verwandt sind, sagt er:

Die Körperzentrierte Psychotherapie versteht sich als eine der Erweiterungen der Gestalttherapie. Die Psychiaterin, Frau Dr. Y. Mauerer, hat den ganzheitlichen Gedanken aufgegriffen und um zwei wesentliche Elemente bereichert: Das biologische Organismusmodell hat sie durch das “Anthropologische Würfelmodell” ersetzt und die Erfordernisse moderner Psychologie erweitert. In der praktischen Arbeit hat sie damit begonnen, den Körper in die Behandlung auch psychiatrischer Patienten einzubeziehen. Sie war damit so erfolgreich, dass sie diese Behandlungstechnik zur Grundlage des Verfahrens KZPT machte und die Therapieerfolge wissenschaftlich erforschte.

Das Hauptverdienst der Körperzentrierten Psychotherapie nach Dr. Y. Mauerer besteht darin, dass diagnostische Repertoire der Gestalttherapie um einen reichen Schatz an Körperinterventionen erweitert zu haben. Im “Interkorporellen Dialog” z.B. wird mit zwei Körperhaltungen experimentiert, welche die “beiden Seelen in der Brust” darstellen können.

Danke, Antonio Bettinaglio für das informative Gespräch:

 Christina Casanova

Seminar Stress und Sucht in Familien

Das ausgeschriebene Seminar von Peter Dold,  Hans-Ulrich Stoller und Franjo Vugdelija Stress und Sucht in Familien konnte leider nicht durchgeführt werden. Nicht desto trotz habe ich mich mit Brigitte Anderegg, einer angemeldeten Teilnehmerin, darüber unterhalten:

Du hast dich für dieses Seminar angemeldet. Was war deine Motivation?

Ich bin Studentin im Nachdiplomstudium, dieses Seminar brauche ich für die Ausbildung Paar-und Familientherapie.

Hast du die Referenten gekannt?

Ja, Peter Dold, er ist ein kompetenter Fachmann in Familienfragen. Umso enttäuschter bin ich, dass das Seminar nicht durchgeführt wurde… Ich hätte sicher zusätzliche Instrumente für meine Beraterkompetenz getankt. Schade also! Es haben sich zuwenig Teilnehmer für das Seminar angemeldet, deshalb wurde es auf nächstes Jahr gelegt. Ich aber bleibe am Thema, ich möchte mehr Information und Technik für diese problematische Thematik erhalten.

Eine andere Teilnehmerin berichtet mir, dass sie sich aus persönlichen Beweggründen an dieses Seminar angemeldet hat.

Es ist schade, dass es nicht stattgefunden hat. Ich habe mir erhofft, mehr Hintergrundinformation zu diesem Thema zu erhalten.

 

Danke für Euer Gespräch!

Brigitte Anderegg ist im Diplomjahr psychologische Beratung IKP.

Christina Casanova

 

 

 

 

 

 

Stimme aus dem Tai-Chi Seminar

Ich habe mich mit Frau Beatrice Huser nach dem Tai-Chi Seminar unterhalten.

Frau Huser, wie lehrreich war das Seminar für Sie?

Sehr! Ich habe im letzten Sommer meine Ausbildung zur psychologischen Beraterin IKP abgeschlossen und war auf der Suche nach neuen Inputs für meine Praxisarbeit. Ins Seminar bin ich mit Unwissen eingestiegen. Nach dem Seminar kann ich sagen, dass ich den Thai-Chi Ablauf kenne. Die Seminarleiterin hat ihn uns sehr gut vermittelt.

Das heisst, Sie haben Instrumente für Ihre Praxisarbeit erhalten?

Ja, das war meine Motivation. Ich erhoffte mir, im Seminar etwas Neues kennenzulernen.

Jedoch muss ich sagen, dass die acht Bewegungsabläufe für mich nicht möglich sind in meiner Praxisarbeit anzuwenden. Was ich hingegen in meine Arbeit einfliessen lasse, sind die Lockerungsübungen, die uns Gerry gezeigt hat sowie einzelne Thai-Chi Übungen.

Was kann ein Klient dadurch erleben?

Durch solche Übungen kann Entspannung, Lockerung und Zentrierung erlebt werden.

Wenn Sie auf Ihre Ausbildung zur körperzentrierten Beraterin zurückschauen, können Sie in Ihrer Klientenarbeit die IKP Methode anwenden?

Oh ja, das ist mein Handwerk! Ich bin eine IKP Beraterin, wenn man das so salop sagen darf.

Beatrice Huser, Körperzentrierte Beratung. Abschluss im Sommer 2010, arbeitet zur Zeit in Delegation und mit eigenen Klienten.

Danke für das Gespräch:

Christina Casanova

Ganzheitliches Lösen körperlicher Verspannungen

 Nach dem Seminar hat mir die Seminarleiterin, Frau Barbara Lemberger folgendes mitgeteilt:

 Ziel des Seminars war zu lernen, wie Verspannungen und Blockaden in Gelenken und Muskulatur, unter Einbezug der Meridiane, gelöst werden können sowie Hintergründe zu erforschen, die zu Blockaden geführt haben könnten.

Ich bin auf folgende Fragen der Teilnehmer eingegangen:

Was sind Blockaden und Verspannungen?

Blockierte Fluchtregungen, Kampfimpulse, Widerstände, etc.

Wozu könnten Blockaden gut sein?

Schutzmechanismus, Grenzen aufzeigen, Bewusstwerdung

 Grundsätzliche Fragen zu den Symptomen:

  • Woran hindern sie mich?
  • Wozu zwingen sie mich?
  • Wann, in welcher Lebenssituation sind sie entstanden? Was haben sie eventuell mit meinem Lebensskript zu tun?
  • Kamen sie plötzlich oder langsam schleichend?
  • Welche Gedanken und Gefühle beschäftigten mich zu diesem Zeitpunkt?

 In diesem Seminar arbeiteten wir Symptom- und Themenorientiert mit folgenden Instrumenten:

  • ·         Meridiane ausstreichen
  • ·         Massage und Atemgriffe
  • ·         Lösen der Gelenke
  • ·         Körperübungen
  • ·         Psychische Entsprechungen
  • ·         Thymograpie

Mögliche Fragen, die hilfreich sein könnten:

  • Worüber zerbreche ich mir den Kopf?
    • Kann ich das Leben wie es ist akzeptieren oder soll es sich nach meinem Kopf richten?
    • Will ich mit dem Kopf durch die Wand und kompromisslos meinen Willen durchsetzen?
    • In welchem Mass stehen mir meine Vorstellungen wie etwas sein sollte im Weg?  

 

Feedbacks der Studenten zum Seminar:

–       Thymograpie, sehr wertvolles Werkzeug zur Bewusstwerdung

–       Viele neue effiziente Ateminterventionen kennengelernt

–       Neue Behandlungsmöglichkeiten

 Lieben Dank für diesen Beitrag:

Christina Casanova

Gespräch mit Dr. Yvonne Maurer

In einem Gespräch mit Frau Dr. Yvonne Maurer fragte ich Sie:

Sie sind bekannt als unaufhaltsame Psychiaterin in der Psychologieszene. Jagt Ihnen der augenblickliche Esoterikmarkt, der weniger mit Psychologie als mit Trivial-Psychologie zu tun hat keinen Schrecken ein?
Nein, denn wenn Sie sich diesen neuen Marktteil anschauen, so wird eben gerade nichts Neues geboten! Die Psychotherapie Methode IKP kennt und lehrt schon seit mehreren Jahren die Verbindung zwischen Körper, Psyche/Geist und Beziehungen. So gesehen sagt die Esoterik nichts weltbewegend Neues. Für Gefährlich halte ich bloss, wenn Menschen Entscheidungen auf Grund von Karten treffen, an Stelle von persönlich verantwortbaren allseitig durchdachten und gefühlsmässig als stimmig empfundenen Entscheidungen.

Sie können also gelassen dieser Entwicklung ‘alles hat einen Sinnzusammenhang’ zusehen?
Zusehen war nie meine Stärke und wird es auch nicht! Die IKP Methode lehrt Sinnzusammenhänge nicht bloss aus Einzelelementen zu konstruieren, sondern im Gesamtzusammenhang.

Sie zeigen mit Ihrer Methode nicht nur eine Psychotherapiemethode sondern auch eine psychologische Beratermethode. Wo liegen für Sie die Unterschiede?
Psychotherapie heisst, wie es bereits das Wort ‘Therapie’ sagt, Heilen. Heilen ist nur möglich wo etwas krank ist. Beratung hingegen ist mehr als eine Begleitung, das Sehen einer anderen Perspektive, das Austauschen von Möglichkeiten bezüglich Alltäglichem oder Lebensausrichtung überhaupt zu verstehen.

Was heisst für Sie die Methode IKP ist nachhaltig?
Ach ja, heute muss alles „nachhaltig“ sein, aber was bedeutet dies im Zusammenhang mit Psychotherapie oder psychologischer Beratung?

Ich meine, dass die Klienten und KlientInnen für unsere kompliziert gewordene Welt einen Ordnungsraster erhalten, der ihnen lebenslänglich hilft, die moderne Komplexität des Lebens zu vereinfachen.

Lieben Dank für das Gespräch:

Christina Casanova

Stimme aus dem Traumseminar

Nach dem Traumseminar mit Bruno Schmalzried habe ich mich mit einer Teilnehmerin unterhalten:

Das Seminar war letztes Wochenende. Welche Sequenzen sind nachhaltig?

Nachhaltig ist für mich, dass alles was im Unterbewussten lebt, bewusst gemacht werden kann. Dies war eine emotionale Erkenntnis für mich.

Wurde eine Methode besonders gut vermittelt, eingeübt?

Ja, die Traumintegration von Frau Dr. Yvonne Maurer.  Diese Methode, die auch als Ressource in einer Beratung anzuwenden ist, hat mich sehr angesprochen. Ich bin seit 2009 in der Paar-und Familienausbildung im Institut, habe also bereits einen guten Rucksack an Methoden und Übungen gesammelt. Ich werde die Traumintegration Methode natürlich weiter in der Peergruppe einüben.

Dank diesem Seminar habe ich zusätzliche Instrumente für meine psychologischen Beratungssitzungen erhalten. Ich war froh, hat uns Bruno die Theorie detailliert aufgezeigt. Ich hatte auch genügend Zeit, das Neue einzuüben in Triaden.

Wie zufrieden bist du allgemein mit deiner Ausbildung?

Ich habe mir durch all die Ausbildungsstunden, die jetzt immer mehr zu Trainingsstunden werden, einen guten Handwerkskasten angeeignet, so dass ich jetzt auf dem Sprungbrett zur Praxis bin.

Hab liebem Dank für das Interview Carmen Herrmann:

Christina Casanova

Beraterkompetenz

Ein Berater kann Gold wert sein! Das Seminar des letzten Wochenendes Beraterkompetenz vermittelte vier Handlungsleitende Prinzipien dazu:

1- Echtheit /Selbstkongruenz

2- Akzeptanz / Wertschätzung

3- Einfühlendes Verstehen / Empathie

4- Freiwilligkeit / Partnerschaft

Beratung verweist in einem solchen diffusen Begrisffsverständnis zunächst auf einen Typus kommunikativen Handelns, dessen Gemeinsamkeit darin besteht, dass innerhalb einer Situation, in der das thematisch relevante Wissen asymmetrisch verteilt ist, Informationen, Ratschläge, Deutungen und Empfehlungen weitergegeben werden, wobei davon ausgegangen wird, dass die Informations- und Wissensaneignung durch den Laien zur Verbessung seiner Problembewältigung beiträgt.

Ein lehrreiches Seminar für Leute, die sich innerhalb der psychologischen Beratungszene behaupten wollen – erfolgreich!

 

Christina Casanova

Yvonne Maurer – Körperzentrierte Psychotherapie

Ich traf Frau Dr. Yvonne Maurer zu einem kleinen Gespräch und fragte Sie: Was heisst eigentlich Körperzentrierte Psychotherapie?

Damals, zu Beginn der achtziger Jahre war die Psychotherapie in der Schweiz vorwiegend verbal. Während den Psychotherapie Sitzungen dachte man und sprach. Ich habe als Turn-und Sportlehrerin die Erfahrung gemacht, dass man über den Körper sehr viel umlernen kann. Zum Beispiel Mut aus dem Körper schöpfen. Was mir immer wichtig war: Der Körper ist der Schrittmacher der Seele und Gefühle. Aus diesen Gedanken heraus entwickelte ich die Körperzentrierte Psychotherapie.

Sind Sie alleine für den Namen Körperzentrierte Psychotherapie verantwortlich?

Der Begriff habe ich aus mir geschaffen – es ist eigentlich ein langer Name. Im Ausland gab es natürlich bereits den Lowen mit der Bioenergie, und in Deutschland den Halko Weiss, der damals schon Wahrnehmungsübungen auf dem Markt hatte. Ja, und ich entwickelte in der Schweiz die Körperzentrierte Psychotherapie.

Nietzsche sagt in Zarathustra: Leib bin ich – und Seele – was sagen Sie dazu?

Durch Einsatz des Körpers hilfreich im Emotionalisieren zu sein, faszinierte mich und fasziniert mich noch. Wir können der Seele nicht befehlen ‘sei fröhlich’, wir können aber mit sportlicher Betätigung eine Auffrischung erleben; im Sinne, bewegt sich der Körper, bewegt sich der Geist.

 

Lieben Dank für das Gespräch:

Christina Casanova

Stimme aus dem Seminar Persönlichkeitsentwicklung

Nach dem Seminar mit Doris Baumeler und Karin Bütikofer Individuelle Persönlichkeitsentwicklung durch Bewegungserfahrung habe ich die Teilnehmerin Frau Corina Haselmann gefragt, wie es ihr am Seminar ergangen ist.

Seit Mai 2009 bin ich in der Ausbildungsgruppe zur psychologischen Beraterin IKP. Das Seminar war also ein Teil meiner Ausbildung. Die Seminarleiterinnen habe ich äusserst kompetent, erfrischend und sehr gut organisiert erlebt. Die Blocks innerhalb des 18 stündigen Seminars ab Freitag bis Samstag waren präzise vorbereitet.

Du bist seit 2009 in der Ausbildung, also keine Anfängerin mehr. Konntest du neue Inputs abholen?

Oh ja! Vom Würfelmodell ausgehend, wurden in allen sechs Dimensionen Bewegungsübungen eingeflochten, die wir zusammen erlebt und eingeübt haben. Auf meinem Niveau ist es nicht mehr selbstverständlich, neue Inputs an Bewegungsübungen zu erhalten, hier in diesem Seminar habe ich einiges dazu gelernt und konnte es gleich auch in der Kleingruppe üben.

Wem empfiehlst du dieses Seminar?

Es ist hauptsächlich für angehende Berater und Psychotherapeuten geeignet, die bis anhin wenig den Körper in ihre Beratungen miteinbezogen haben. Durch Bewegung heilen Verletzungen, und das habe ich in diesem Seminar wiedereinmal theoretisch erfahren und praktisch in verschiedenen Übungen erlebt.

Danke Corina Haselmann für dieses Interview!

Christina Casanova