Stimme aus dem Seminar unterschiedliche Bedürfnisse in Partnerschaften

Am Wochenend, 13. – 14. Mai 2011,  fand das Seminar Unterschiedliche Bedürfnisse in Partnerschaften statt. Ich habe mich mit der Teilnehmerin Nicole Kobler darüber unterhalten.

Was hat dir besonders in diesem Seminar gefallen?

Nicole: Die Dozenten haben uns viel Zeit eingereicht, um die vorgestellten Theorien einzuüben. Ich konnte hauptsächlich von diesen Übungen provitieren. Das Seminar war ein guter Mix zwischen Theorie und Praxis.

Welche Theorien wurden vorgestellt?

Nicole: Die Theorien von Thomas Gorden, und die Gewaltfreie Kommunikationstheorie nach Rosenberg. Es ist erstaulich wie ‘einfach’ um es mal mit diesem Wort zu sagen diese beiden Methoden umsetzbar sind. 

Kannst du das Erlernte in deine Beratertätigkeit einbauen?

Nicole: Ich arbeite noch nicht als Beraterin, weiss aber, dass ich diese beiden Methoden sicher anwenden werde.

Was würdest du missen, wenn du das Seminar nicht besucht hättest?

Nicole: Ich habe gleich nach dem Seminar in meiner Partnerschaft das Gelernte anwenden können. Das ist super! Ich würde die Gorden Konzepte sicher missen., denn das hat für mich mit Handwerk zu tun.

Danke fürs Interview.

Nicole Kobler aus Erlenbach,

 

Christina Casanova

Unterschiedliche Bedürfnisse und Konflikte in Partnerschaften

Die Donzentin Susan Falck, Fachfrau für Psychotherapie FSP und Nicolas Ryhiner, Regisseur und Atemtherapeut leiten am kommenden Wochenende, 13. – 14. Mai 2011 das Seminar Unterschiedliche Bedürfnisse und Konflikte in Partnerschaften. Ich habe mich mit Susan Falck über das Seminar unterhalten.

Bitte erläutere den Inhalt des Seminars

Der Kernpunkt für die Seminarteilnehmer ist, Konflikte innerhalb der Partnerschaft zu erkennen, verstehen und zu analysieren. Dabei bedienen wir uns den Methoden Gewaltfreie Kommunikation nach Marshall Rosenberg und Konfliktlösung nach Thomas Gordon. Die Seminarteilnehmer lernen diese Methoden kennen. Durch verschiedene Übungssequenzen hindurch bieten wir ihnen die Möglichkeit diese Methoden einzuüben.

Was sind Bedürfnisse in einer Partnerschaft und wie zeigen sie sich?

Bedürfnisse in der Partnerschaft sind oft unterschiedlich und passieren, zeigen sich zu unterschiedlichen Zeiten. So zum Beispiel kann der Mann seinem Bedürfnis nach sportlicher Aktivität zwei-dreimal wöchentlich nachgehen, derweil seine Partnerin mit ihren einmal wöchentlichen Tennisstunden zufrieden ist. Diese von aussen betrachtete Situation ist nicht konfliktbeladen, könnte es jedoch je nach Konstellation und Situationen für das Paar werden.  

Unterschiedliche Bedürfnisse, wie zum Beispiel nach Nähe, Intimität, Verlässlichkeit oder Selbstbestimmung können für das Paar zu Konflikten führen.

Was ist ein Konflikt und wie zeigt sich ein Konflikt innerhalb einer Paarbeziehung?

Ein Konflikt entsteht oft, wenn unterschiedliche Bedürfnisse oder Wünsche aufeinanderprallen und es für die Partner dann nicht zu einer win-win Lösung kommt. Konflikte zeigen sich zum Beispiel in Eskalation, Todschweigen, Vermeiden oder auch Erstarren.

 Danke für das Gespräch, Susan Falck.

Susan Falck, Fachfrau für Psychotherapie FSP ist in Zürich als Psychotherapeutin tätig und unter: http://www.susan-falck.ch/ zu finden.

Christina Casanova

Die Familiengeschichte und ihre Prägung

Die Zürcher Psychotherapeutin, Susan Falck ist Dozentin am IKP. Zu ihrem Seminar Familiengeschichte und ihre Prägung hat sie mir gesagt:

Wir lernen in diesem Seminar eine körperorientierte Technik kennen, um unserer Familiengeschichte auf die Spur zu kommen. Wie Privatdetektive suchen wir über mehrere Generationen hinweg nach wiederkehrenden Themen und Mustern, die auch jetzt noch unser Leben mitprägen und schlimmstenfalls beeinträchtigen.

 Bestimmt man denn nicht als Erwachsener sein Leben selber?

Wenn wir geboren werden, begeben wir uns auf einen (meist unbewussten) Lern-Weg, weil wir verstehen wollen, wie das mit dem Leben funktioniert: wie bin ich, wie sind die Anderen, wie ist das mit Beziehungen und was sind die richtigen Werte. Je nach dem, welche Erfahrungen wir machen, entsteht ein inneres Drehbuch, das wir immer wieder aufführen – unsere ersten Erfahrungen sind in uns „eingekörpert“ und wir leben entsprechend unser Leben und unsere Beziehungen. Auch unser Gehirn strukturiert sich aufgrund unserer Erfahrungen, ist also ein soziales Konstrukt.

Wenn wir also als Kind zum Beispiel immer wieder Kritik oder Entwertung erleben, bildet sich im Gehirn ein starkes und stabiles Netzwerk mit dem Thema „Ich genüge nicht“ heraus, das später extrem schnell aktiviert wird. Es reicht dann schon, dass jemand einen speziellen Blick aufsetzt und wir fühlen uns wieder völlig ungenügend. Und weil uns diese Muster oft nicht alle bewusst sind, regieren sie unser Leben. Nur was bewusst gemacht wird, kann verändert werden.

Susan Falck, Fachfrau für Psychotherapie arbeitet in eigener Praxis in Zürich und ist Dozentin am IKP

Christina Casanova

Stimme aus dem Seminar Kinder- und Familientherapie

Am 4. – 5. März fand unter der Leitung von Frau Dr. Andrea Schädle das Seminar Kinder-und Familientherapie statt. Ich habe mich nach dem Seminar mit der Teilnehmerin Gaby Horvath darüber unterhalten.

Weshalb hast du dich an dieses Seminar angemeldet?

Meine Motivation war persönlich, wie auch fachlicher Art. Als Mutter von drei Kindern und als Beraterin in eigener Praxis war ich auf dieses Seminar sehr gespannt. Spannend war, dass Frau Dr. Schädle einen sehr breiten Bogen über das Seminar spannte. Sie fragte uns nach unseren Bedürfnissen, und diesen ist sie weitgehend gefolgt. So bin ich voll und ganz auf meine Kosten gekommen. Als Mutter habe ich mitgenommen, dass es wichtig ist, die eigenen Probleme sozusagen aufzuräumen, weil man sonst als Erziehende Gefahr läuft, seine eigenen, ungelösten Dinge an die Kinder weiterzugeben. Aber auch, dass nicht alles verloren ist, wenn wir Fehler in der Erziehung unserer Kinder machen. Das Nachnähren, oder auch Parenting genannt spielt dabei eine wichtige Rolle.

Was heisst Nachnähren oder Parenting?

Mit Nachnähren meint man das Nachholen von Sicherheit und Geborgenheit – einfach das Gefühl, angenommen zu werden, wie man ist –  etwa nach einem stressigen, konfliktreichen Tag. Sich mit Menschen zu umgeben, die guttun. Geborgenheit und Sicherheit kann man sich aber auch selbst vermitteln, zum Beispiel mit Routineabläufen wie etwa Gartenarbeit, Tagebuchschreiben oder sich in eine Decke kuscheln. Mit Hilfe des Nachnährens können positive Erfahrungen gemacht und Bedürfnisse gestillt werden.

Das Seminar war so praxisnah, dass ich bereits eine Körperübung, die ich im Seminar kennengelernt habe, in meiner psychologischen Arbeit mit einer Traumaklientin anwenden konnte.  

 

Mit liebem Dank für dein Interview, Gaby!

Gaby Horvath ist Mutter von drei Kindern und arbeitet in eigener Praxis mit Frauen, die eine traumatische Geburt erlebt haben:

Christina Casanova

 

Seminar Stress und Sucht in Familien

Das ausgeschriebene Seminar von Peter Dold,  Hans-Ulrich Stoller und Franjo Vugdelija Stress und Sucht in Familien konnte leider nicht durchgeführt werden. Nicht desto trotz habe ich mich mit Brigitte Anderegg, einer angemeldeten Teilnehmerin, darüber unterhalten:

Du hast dich für dieses Seminar angemeldet. Was war deine Motivation?

Ich bin Studentin im Nachdiplomstudium, dieses Seminar brauche ich für die Ausbildung Paar-und Familientherapie.

Hast du die Referenten gekannt?

Ja, Peter Dold, er ist ein kompetenter Fachmann in Familienfragen. Umso enttäuschter bin ich, dass das Seminar nicht durchgeführt wurde… Ich hätte sicher zusätzliche Instrumente für meine Beraterkompetenz getankt. Schade also! Es haben sich zuwenig Teilnehmer für das Seminar angemeldet, deshalb wurde es auf nächstes Jahr gelegt. Ich aber bleibe am Thema, ich möchte mehr Information und Technik für diese problematische Thematik erhalten.

Eine andere Teilnehmerin berichtet mir, dass sie sich aus persönlichen Beweggründen an dieses Seminar angemeldet hat.

Es ist schade, dass es nicht stattgefunden hat. Ich habe mir erhofft, mehr Hintergrundinformation zu diesem Thema zu erhalten.

 

Danke für Euer Gespräch!

Brigitte Anderegg ist im Diplomjahr psychologische Beratung IKP.

Christina Casanova