Berufspolitische Szene

Ich traf mich mit dem psychologischen Berater, Peter Eichenberger aus Zürich und unterhielt mich mit ihm:

Die berufspolitische Situation des psychologischen Beraters ist im Augenblick ziemlich im Aufbruch. Was tut sich da eigentlich?

Eichenberger: Ja, die berufspolitische Situation der psychologischen Berater Szene ist in Bewegung. Die Schweizerische Gesellschaft für Beratung (SGfB) ist schon seit längerer Zeit daran Ordnung in die berufspolitische Berater Szene der Schweiz zu bringen.

Das heisst, es war oder es fehlen klare Strukturen in diesem Bereich?

Eichenberger: Die Strukturen fehlen da es heute noch keinen eidgenössischen Ablschluss für Berater gibt. Die SGfB ist daran die Identität der Beratungsberufe zu stärken, die Qualität der professionellen Psychosozialen Beratung zu sichern, weiterzuentwickeln und ihre wissenschaftlichen wie fachlichen Grundlagen zu fördern..

Bildet sich ein neues Berufsbild?

Eichenberger: Ja es bildet sich ein neues Berufsbild. Der IKP als wichtiger Partner in der Ausbildung im psychosozialen Bereich und Kollektivmitglied der SGfB ist überzeugt vom neuen Berufsbild des psychosozialen Beraters. Wir halten euch hier auf dem Laufenden sobald es mehr zu berichten gibt.

Was heisst das für einen psychologischen Berater oder für einen Klienten?

Eichenberger: Als Trägerorganisation arbeitet die SGfB zusammen mit dem BBT an einer eidgenössischen Berufsprüfung Höhere Fachprüfung (HFP) für psychosoziale Beratung. Die HFP werden seit 1933 durch das eidgenössische Berufsbildungsgesetzt staatlich geregelt. Soviel einmal zur Berufspolitik. Für einen Klienten heisst dies, dass er zukünftig zu einem psychosozialen Berater gehen wird der ein eidgenössisches Diplom hat, also eine entsprechende berufs- und praxisorientierte Weiterbildung abgeschlossen hat und sich als Aktivmitglied der SGfB verpflichtet, sich jährlich weiter zu bilden. Zukünftig werden es die Berater im Markt schwierig haben welche über keine entsprechenden Abschlüsse verfügen. Der Abschluss hilft uns aber die Qualität und Professionalität des Beraterberufes zu stärken.

Und wie sieht es im Speziellen für die Körperzentrierten psychologischen Berater aus?

Eichenberger: Die meisten Körperzentrierten psychologischen BeraterInnen IKP können davon ausgehen, dass Sie zukünftig unter einem eidgenössisch anerkannten und geschützten Titel beraten können, sofern Sie mit der HFP abschliessen. Wie bei anderen Höheren Fachprüfungen wird eine Tertiärstufe, entsprechende Berufserfahrung, Beratungspraxis, Supervision, Selbsterfahrung sowie eine mündliche und schriftliche Prüfung, welche vom Trägerverband durchgeführt wird, verlangt.

 Danke fürs Interview!

Peter Eichenberger ist psychologischer Berater in Zürich. http://www.peter-eichenberger.ch/

Christina Casanova

Autor: Christina Casanova

Christina Casanova ist Psychotherapeutin und Autorin, tätig in Chur und Zürich

Ein Gedanke zu „Berufspolitische Szene“

  1. Von den insgesamt 18 Kollektivmitgliedern der Schweiz. Gesellschaft für Beratung hat das IKP am drittmeisten Aktivmitglieder, die den Titel “Beraterin SGfB” bzw. “Berater SGfB” tragen dürfen. Das ist sehr erfreulich!
    Ehemalige Studierende des IKP – werdet Aktivmitglied bei der SGfB, es lohnt sich! Im Moment ist die Beratungsausbildung und die Ausbildung zur Partner-, Paar- und FamilienberaterIn akkreditiert. Der Titel ist ein Qualitätslabel, das eure Berufsidentität stärkt!
    Das Antragsformular findet ihr hier: http://www.sgfb.ch/images/pdf/antragsformular-aktivmitglied.pdf
    Wer eine Beratungsausbildung hat, die vergleichbar ist, aber weder beim IKP noch bei einem anderen Kollektivmitglied absolviert wurde, kann einen Antrag “Sur Dossier” einreichen. In diesem Fall folgen Sie diesem Link: http://www.sgfb.ch/images/pdf/antragsformular-aktivmitglied_sur-dossier.pdf

    Rosmarie Zimmerli, Mitglied im Vorstand der SGfB

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