Partielles Zusammenleben

Ich bin ich und Du bist Du

„Ich bin ich und Du bist Du“ ist Teil einer sehr bekannten Maxime des Psychologen und Psychotherapeuten Fritz Perls – auch “Gestaltgebet” genannt (Perls 1976):

„I do my thing, I am I,
you do your thing, you are you.
I am not in this world to live up to your expactations,
neither are you to live up to mine.
I am I und you are you
and if  by chance we find each other, is‘s beautiful,
if not, it can‘t be helped.“

„Wenn wir einander begegnen, ist es wunderbar, wenn nicht, dann eben nicht“. In diesem Satz ist die Beziehungsmöglichkeit unter Erwachsenen angesprochen.

Das „Gestaltgebet“ ist die Akzeptanz des grundsätzlichen Getrenntseins zweier
Menschen und der Notwendigkeit, den anderen nicht durch seine Wünsche und Erwartungen zu manipulieren. Leicht gestagt, schwer getan! 

Zweierbeziehungen heute sind ganz wesentlich geprägt von Erwartungen, die dem anderen gegenüber – ausgesprochen und unausgesprochen – gehegt werden.

Werden sie nicht erfüllt, sind Frustrationen vorprogrammiert. Es wird genörgelt,
gemeckert, gejammert – und manchmal bestimmen diese Gefühle und Verhaltensweisen den
Alltag.

Christina Casanova

Autor: Christina Casanova

Christina Casanova ist Psychotherapeutin und Autorin, tätig in Chur und Zürich

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.