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IKP-Blog Bewegendes aus dem IKP

25Feb/11

Gespräch mit Dr. Yvonne Maurer

In einem Gespräch mit Frau Dr. Yvonne Maurer fragte ich Sie:

Sie sind bekannt als unaufhaltsame Psychiaterin in der Psychologieszene. Jagt Ihnen der augenblickliche Esoterikmarkt, der weniger mit Psychologie als mit Trivial-Psychologie zu tun hat keinen Schrecken ein?
Nein, denn wenn Sie sich diesen neuen Marktteil anschauen, so wird eben gerade nichts Neues geboten! Die Psychotherapie Methode IKP kennt und lehrt schon seit mehreren Jahren die Verbindung zwischen Körper, Psyche/Geist und Beziehungen. So gesehen sagt die Esoterik nichts weltbewegend Neues. Für Gefährlich halte ich bloss, wenn Menschen Entscheidungen auf Grund von Karten treffen, an Stelle von persönlich verantwortbaren allseitig durchdachten und gefühlsmässig als stimmig empfundenen Entscheidungen.

Sie können also gelassen dieser Entwicklung 'alles hat einen Sinnzusammenhang' zusehen?
Zusehen war nie meine Stärke und wird es auch nicht! Die IKP Methode lehrt Sinnzusammenhänge nicht bloss aus Einzelelementen zu konstruieren, sondern im Gesamtzusammenhang.

Sie zeigen mit Ihrer Methode nicht nur eine Psychotherapiemethode sondern auch eine psychologische Beratermethode. Wo liegen für Sie die Unterschiede?
Psychotherapie heisst, wie es bereits das Wort 'Therapie' sagt, Heilen. Heilen ist nur möglich wo etwas krank ist. Beratung hingegen ist mehr als eine Begleitung, das Sehen einer anderen Perspektive, das Austauschen von Möglichkeiten bezüglich Alltäglichem oder Lebensausrichtung überhaupt zu verstehen.

Was heisst für Sie die Methode IKP ist nachhaltig?
Ach ja, heute muss alles „nachhaltig“ sein, aber was bedeutet dies im Zusammenhang mit Psychotherapie oder psychologischer Beratung?

Ich meine, dass die Klienten und KlientInnen für unsere kompliziert gewordene Welt einen Ordnungsraster erhalten, der ihnen lebenslänglich hilft, die moderne Komplexität des Lebens zu vereinfachen.

Lieben Dank für das Gespräch:

Christina Casanova

veröffentlicht unter: Dr. Yvonne Maurer Kein Kommentar
20Feb/11

Yvonne Maurer – Körperzentrierte Psychotherapie

Ich traf Frau Dr. Yvonne Maurer zu einem kleinen Gespräch und fragte Sie: Was heisst eigentlich Körperzentrierte Psychotherapie?

Damals, zu Beginn der achtziger Jahre war die Psychotherapie in der Schweiz vorwiegend verbal. Während den Psychotherapie Sitzungen dachte man und sprach. Ich habe als Turn-und Sportlehrerin die Erfahrung gemacht, dass man über den Körper sehr viel umlernen kann. Zum Beispiel Mut aus dem Körper schöpfen. Was mir immer wichtig war: Der Körper ist der Schrittmacher der Seele und Gefühle. Aus diesen Gedanken heraus entwickelte ich die Körperzentrierte Psychotherapie.

Sind Sie alleine für den Namen Körperzentrierte Psychotherapie verantwortlich?

Der Begriff habe ich aus mir geschaffen - es ist eigentlich ein langer Name. Im Ausland gab es natürlich bereits den Lowen mit der Bioenergie, und in Deutschland den Halko Weiss, der damals schon Wahrnehmungsübungen auf dem Markt hatte. Ja, und ich entwickelte in der Schweiz die Körperzentrierte Psychotherapie.

Nietzsche sagt in Zarathustra: Leib bin ich - und Seele - was sagen Sie dazu?

Durch Einsatz des Körpers hilfreich im Emotionalisieren zu sein, faszinierte mich und fasziniert mich noch. Wir können der Seele nicht befehlen 'sei fröhlich', wir können aber mit sportlicher Betätigung eine Auffrischung erleben; im Sinne, bewegt sich der Körper, bewegt sich der Geist.

 

Lieben Dank für das Gespräch:

Christina Casanova

veröffentlicht unter: Dr. Yvonne Maurer Kein Kommentar