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IKP-Blog Bewegendes aus dem IKP

6Jan/15

Wozu der Mensch fähig ist

Eine Anregung Goethes möchte ich euch fürs 2015 mitgeben, weil dieser Mensch, ein Meister des Lebens war. Goethe hatte eine Lebensklugheit, von der wir heute auch profitieren können: Und wie geht das zu? Er nahm einfach seine Erfahrung ernst. So nahm er zum Beispiel die Erfahrung ernst:

Man hat nur eine beschränkte Kapazität um Welt zu verarbeiten, um die Neuigkeiten aufzunehmen.

Man muss auf sehr kluge Weise ignorieren können, was irgendwie nicht passt, was man nicht mehr verarbeiten kann.

Es gilt nur so viel aufzunehmen, wie man sich auch anverwandeln kann - das ist Goethes Ratschlag in der Informationsgesellschaft!

Eure Christina Casanova

 

veröffentlicht unter: Diverses Kein Kommentar
23Dez/14

Leben-und Seelenräume

Gerne sprechen wir im Dezember vom alten Jahr. Dabei sind es wir, die älter geworden sind. Natürlich strukturierte sich das Jahr mit unseren Aktivitäten, die wir in einer Agenda festhielten, aber die grossen, spontanen Ereignisse entwarf uns das Leben durch den Augenblick. Das Herrliche, das Unvorhergesehene, das was uns sehnsuchtsvoll begleitet und beseelt, sind nicht buchbar und in keiner Agenda fixen. Erweiterungen in unserem Leben vollziehen sich, wenn vormals Äusserliches vom Leben ausgenommen oder verbraucht wurde.

Es gehört offenbar zum Leben, dass wir beseelte Räume immer wieder unter Schmerzen verlassen müssen, ohne die Gewissheit, ob ein Zusammenleben in neuen Räumen möglich ist.

(Peter Sloterdjiks grosse Kukturgeschichte der Lebens-und Seelenräume)

In diesem Sinne wünsche ich euch Blogleserinnen und Bloglesern schöne Festtage  und ein gutes, neues Bloglesejahr 2015:-)

 

Eure: Christina Casanova

veröffentlicht unter: Diverses Kein Kommentar
19Nov/14

Figaros Hochzeit – der tolle Tag

Der Mensch ist ein Wesen, das sich immer nur differenziert unterschiedlich von den anderen unterscheidet, aber nicht mehr dem Rang nach. So sagt es die Anthropologie (Wissenschaft von Menschen). Sie kommt im 18 Jahrhundert in Form gegenüber dem Adel. In Pierre Augustin Caron 'Der tolle Tag' oder 'Figaros Hochzeit' sagt Figaro im Selbstgespräch: "Was hat denn der Herr Graf so tolles geleistet, dass er sich für so einen hervorragenden Mann hält? Er hat sich die Mühe gegeben geboren zu werden. Das ist alles!"

Die Moderne zeichnet sich unter anderem auch dadurch aus, dass die Differenzierung des Ranges seit dem 18. Jahrhundert aufgehoben ist. Seit diesem Zeitalter gilt alle vertikale Differenz zwischen Menschen in eine horizontale Differenz und wir haben damit begonnen uns zu reflektieren und unser Verhalten uns gegenüber und dem Mitmenschen gegenüber versuchen zu verstehen. Das ist die Geburt der psychologischen Beratung, die sich als Auftrag zum Menschen versteht, sein Verhalten sich gegenüber und dem seiner Umgebung gegenüber lernen zu verstehen.

 

Christina Casanova

veröffentlicht unter: Diverses, IKP Institut Kein Kommentar
28Okt/14

Literatur und Psychologie

Max Frisch hat einmal gesagt: Früher oder später erfindet sich jeder eine Geschichte, die er für sein Leben hält! Derjenige der mit den Selbstentblössungen begonnen hat, war niemand anderes als Jean-Jaques Rousseau. In seinen Bekenntnissen ist der erste aller seiner folgenden Sätze, der bemerkenswerteste. Er schreibt: Ich beginne hier ein Werk, das noch niemand zuvor ein Mensch sich vorgenommen hat und niemand wird es in Zukunft auch jemals wagen, so ehrlich und aufrichtig zu sein, wie ich es in diesem Buch bin... Und: tatsächlich ist dies eines der dreistesten und verlogenster Bücher, die es bislang gab.

Es gilt also  anzunehmen, dass wir uns nicht soweit bekannt sind, als wir in der Lage wären, eine Biografie über uns selbst zu schreiben.

Doch wann ist ein Ich ein Ich und wann ist das Ich nicht auch eine Konstruktion? Der Literat Martin Walser hat einmal gesagt: Schreiben ist zuerst aufdecken und dann zudecken - das heisst, die Frage ist unbeantwortet, nämlich: Wann kann man sich von sich selber lösen und ein Ich darstellen, das man dann ja auch selber ist.

Christina Casanova

veröffentlicht unter: Diverses, IKP Institut Kein Kommentar
15Okt/14

Offen über die Seele sprechen

Psychische Erkrankungen sind nicht so offensichtlich wie ein Beinbruch - schmerzen die Patienten jedoch nicht weniger. 

Wer mit seiner jetzigen Lebenssituation nicht mehr klar kommt, braucht Hilfe, Unterstützung von Externen. Dies kann ein psychologischer Berater, ein Psychotherapeut sein. Der Therapeut, ausgebildet nach der Methode Körperzentrierte Psychotherapie IKP, bietet für seinen Klienten ein breites Spektrum an therapeutischen Angeboten. Die Behandlungsmöglichkeiten richten sich danach, den Klienten wieder voll in seinen Alltag zu integrieren.

Vorurteile sind hier nicht angebracht - das therapeutische Angebot eines psychologischen Beraters oder eines Psychotherapeuten darf, ja soll genutzt werden. Den Helden zu spielen, aus Angst das Gesicht bei seinem Umfeld zu verlieren, ist nicht lobenswert oder hilfreich.

Unterstützend ist es: Sich Hilfe zu holen bei einer kompetenten Fachperson:

Christina Casanova

veröffentlicht unter: Diverses, IKP Institut Kein Kommentar
11Aug/14

Der Mensch soll Dichter seines Lebens sein

Ein geschickter Psychologe oder ein geschickter psychologischer Berater soll den Menschen zu sich selbst führen. Der Egoismus ist eine Wahrheit für sich. Ein Ziel einer psychologischen Beratung soll also sein: Mit sich selbst genügend befreundet zu sein! Ein Egoist werden, der es nicht nötig hat, im Mitmenschen das zu hassen, was er an sich selbst verwirft, und der er nicht mehr nötig hat, mit seinem Leben verfeindet zu sein.

Ein Egoist ist jemand, weil er mit sich befreundet sein kann, frei von Ressentiment ist.  Jemand, der Ressentiment nicht nötig hat. Ressentiment ist Neid, ist Hass aus einer Selbstverfeindung heraus.

Christina Casanova

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23Mrz/14

cogito, ergo sum

Es ist ein bekanntes und verbreitetes Phänomen, daß nur das thematisiert wird, was uns zum Problem wird. So geht es auch mit unserer Vorstellung von Identität. Was heißt eigentlich Identität in einer Zeit, in der sich alles ändert, auch wir uns täglich ändern, nichts mehr fest und sicher scheint - weder berufliche Perspektiven noch Beziehungsformen? 

Je diffuser die unterschiedlichen Rollenerwartungen und Orientierungen in der heutigen Welt werden, um so stärker wird die Suchbewegung nach der inneren Substanz, nach einer Art Fixpunkt. 

Die eigene Position in der Gesellschaft sollte sich nur über eigene Leistung bestim­ men, der Einzelne wurde als autonomes Handlungszentrum gedacht, der zwar Krisen durchlebt, sie aber kraft eigener Stärke überwindet. Im Zentrum dieser Stärke steht  der Geist. Die Vernunft, die sich als instrumentelle Vernunft nun die Natur untertan machte.

Wer aber bin ich? Was mache ich auf dieser Welt? Um diese Fragen zu beantworten,  steht die Psychologie. Eine Psychotherapie oder eine psychologische Beratung stellt sich zur Klärung solcher und ähnlicher Fragestellungen zur Verfügung.

Christina Casanova

 

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8Feb/14

Psychologische Beratung und Psychotherapie

Unterschiede und Gemeinsamkeiten von Psychotherapie und Beratung

 

Die Literatur zu den Gemeinsamkeiten und Unterschieden von (psychologischer) Beratung und Psychotherapie ist schon recht angeschwollen. Das Wichtigste, was es darüber zu wissen gibt: Wer hofft, die beiden Formen der psychologischen Arbeit sauber unterscheiden zu können, sieht grossen Schwierigkeiten entgegen. Es gibt sowohl Gemeinsamkeiten wie Unterschiede.

 

Beim Lesen auch qualitativ hochstehender Texte, die sich mit den Unterschieden und Gemeinsamkeiten befassen,  entsteht dennoch eher wenig Klarheit. Der Grund, dass eine psychologische Beratung und eine Psychotherapie manchmal recht nahe beisammen sind, liegt in der Rolle der psychologischen Begleitung. Die psychologische Begleitung ist sowohl bei der Beratung wie auch bei der Psychotherapie wichtig und bildet somit die gemeinsame Schnittmenge. Der zweite Grund für die Konfusion liegt darin, dass stets aus der Sicht des Psychologen versucht wird zu unterscheiden. Dabei gibt es auch eine Sicht des Klienten. Für bestimmte Klienten ist etwas eher eine Beratung, was für andere eine Psychotherapie wäre. Auf die mögliche Sicht der Klientenkriterien möchte ich ebenso noch eingehen.

 

Beratung

 

Es gibt mehrere Kriterien, die meines Erachtens die psychologische Beratung am ehesten definieren.

 

 -  Die Bedeutung von Informationsvermittlung (Wissen, Kenntnisse) durch die Fachperson (z.B. Psychologen) ist für den Klienten gross.

 

-   Es handelt sich oft um eine Hilfe zur Anleitung oder um eine Hilfe, bereits vorhandene Möglichkeiten neu oder besser zu nutzen.

 

-   Die Anzahl Sitzungen ist eher gering, das heisst deutlich im einstelligen Bereich.

 

-   Es liegt keine klar definierbare psychische Störung gemäss den anerkannten Diagnose-Kriterien der klinischen Psychologie vor (ICD-10-Kriterien).

 

Die Aufgaben einer psychologischen Begleitung kann aber zu einer psychologischen Begleitung werden und damit dieAnzahl Sitzungen erhöhen sowie die Zeitdauer, während welcher Sitzungen stattfinden.

Christina Casanova

 

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27Jan/14

Das wachsende Bedürfnis nach Spiritualität

Die Kirchen klagen über Kirchenaustritte, derweil die psychologische Beraterszene boomt. Vielleicht mag es auch daran liegen, dass die Menschen, die eine psychologische Beratung aufsuchen auch ein Bedürfnis nach Spiritualität haben. Vor kurzem meldete die Universität Zürich, sie habe an der Medizinischen Fakultät einen Lehrstuhl für "spiritual care" eingerichtet.

Also werden sich nicht nur Psychologiestudenten mit Fragestellungen nach dem 'Eingebundensein in ein Grosses' auseinandersetzen sondern neu ab 2015 auch die Medizinstudenten. Anscheinden schleichen sich spirituelle Bedürfnisse, die in unserem säkularisierten Alltag wenig Platz mehr finden, nicht nur bei theologischen Seminaren oder im Sonntagskirchengang ein.

Für die Psychologie, die IKP Psychotherapie Methode insbesondere, ist Spiritualität längst nicht nur ein Schlüsselwort sondern ein wichtiger Bestandteil des alltäglichen Arbeitens mit Menschen, die sich nach Zusammenhängen, nach Antworten des Leben suchen

 

Christina Casanova

 

 

 

 

 

 

 

 

20Jan/14

KUB in Berlin

Das KUB in Berlin ist eine Kontakt-und Beratungsstelle für Jugendliche in Not.

Die Arbeit der Erzieher und Psychologen im KUB richtet sich vorwiegend nach den Richtlinien: Hilfe zur Selbsthilfe. Ich bin beeindruckt, die Therapeuten leisten echt gute Arbeit. Diese Beratungen richten sich nach der Selbsthilfe aus.

Doch was ist eigentlich Selbsthilfe?

Das Wesen der Selbsthilfe ist die wechselseitige Hilfe auf der Basis gleicher Betroffenheit. Selbsthilfe bedeutet, die eigenen Probleme und deren Lösung selbst in die Hand zu nehmen und im Rahmen der eigenen Möglichkeiten aktiv zu werden.In Selbsthilfegruppen finden sich Menschen, die ein gemeinsames Thema verbindet, die unter der gleichen Krankheit, Behinderung oder seelischen Konfliktsituation leiden. Auch Angehörige von Betroffenen organisieren sich in Selbsthilfegruppen.Selbsthilfegruppen und -organisationen sind auch Foren, in denen sich Kranke, Patienten, Nutzer und Nutzerinnen von gesundheitlichen Einrichtungen das Wissen und die Kompetenz aneignen, die sie brauchen, um ihre Krankheit besser bewältigen zu können, aber auch, um sich als ‘Verbraucher’ im Versorgungsmarkt ‘Gesundheit’ besser behaupten zu können. Sie heben die Vereinzelung der Patienten gegenüber den Anbietern und Kostenträgern partiell auf. In Selbsthilfeinitiativen organisieren sich kranke Menschen ihre eigenen Lobbystrukturen.

Und wie aktivieren die psychologischen Berater die Hilfe zur Selbsthilfe ihrer Klienten? Ein Schwerpunkt liegt darin, dass jedes Verhalten eines Menschen einen Grund hat und einen Zweck verfolgt. Mut und unerschütterliches Vertrauen in sich selber, zugleich aber auch Einfühlung in den Mitmenschen sind tragend in einer psychologischen Beratung.

Chrisitna Casanova

 

 

 

 

 

 

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