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IKP-Blog Bewegendes aus dem IKP

14Mrz/16

17. IKP Symposium Depression, Schlaf und Körper

Ein dichtes Programm an diesem IKP Symposium, das viel versprach und vieles gehalten hat:-)

Erstaunlich, dass bei so vielen Rednern nicht einer war, bei dem man das Gähnen verkneifen musste. Natürlich wurde auch ich, (wie hoffentlich mancher Hobbysportler unter den Zuhörern) bestätigt, dass Sport das Antidepressivum überhaupt ist. Sportliche Aktivitäten führen den Geist und Körper in die Genesung oder bestätigen und pflegen sie. Sportliche Aktivitäten ausgeführt im Kontinuum stehen auch für einen guten Schlaf. Dies machte vor allem die Frauen im Publikum hellhörig. Nicht das Gläschen Rotwein verhilft zu einem guten Schlaf, nein, es ist der Sport! Gerade Frauen im zunehmenden Alter, die unter einer psychischen Belastung oder Belastungen leiden, sollten sich ein Paar gute Turnschuhe lieber heute als morgen posten:-) Denn Schlaf, schlafen hat immer mit loslassen zu tun - die Franzosen sagen: le sommeil cette petite mort! Das innere Zusammenfügen und Harmonisieren ermöglicht eine Selbstregulation des Hyperarousals, des Schlafes. Das tönt gut!

Daniel Hausmann gefiel mir besonders, denn er sprach oder er wagte über unsere Gewohnheiten zu sprechen. Wir schalten auf Autopilot, zelebrieren unser Alltagsritual und geben uns der Macht der Gewohnheit hin: Wir sind Gewohnheitstiere! Leider vergessen oder verdrängen wir dabei auch diese Wahrheit: Neues schaffen wir bei genügend Übung mit der Zeit kinderleicht! Das sind gute und auch alt bekannte Neuigkeiten. Also meine Damen und Herren, macht euch auf die Socken und ändert eure Alltagsrituale.

Der Flyer '10 Schritte für die psychische Gesundheit' von NPG RSP (Netzwerk Psychische Gesundheit Schweiz) lege ich mir unters Kopfkissen:-)

 

Eure Christina Casanova

veröffentlicht unter: IKP Institut Kein Kommentar
7Mrz/16

Seele als Wirklichkeit

War eines des Aristotelischen Denkens.

Heute sagen die Neuropsychologen die Seele wohne im Hirn eines Menschen. Doch wie weiss das Kleinkind, dass es Mensch ist, dass es ein Selbst hat?

Dies geschieht in den ersten zwei Lebensjahren: Das Kleinkind entwickelt in dieser Zeit sein Selbst, sein Mensch sein. Eine liebevolle Bindung zu Bezugspersonen ist für das Kleinkind sehr wichtig. Denn diese spiegeln es und lassen es dabei spüren: «Das bin ich!» Ab dem dritten Lebensjahr kann und muss das Kind dann liebevoll, aber auch konsequent angeleitet werden, die Perspektive anderer Personen zu berücksichtigen, also zu warten, zu teilen und seine Impulse zu bremsen. Die im präfrontalen Cortex angelegten Möglichkeiten auszuschöpfen, Kinder also zu erziehen, ist keine zivilisatorische Tünche, sondern Teil der biologischen Bestimmung des Menschen.

Gut ist, dass in der psychologischen Beratung oder Therapie diese Defizite nach genährt werden können. Nichts gilt verloren. Aristoteles sagt, die Seele ist die Form eines Körpers, der das Vermögen zum Leben hat, sie ist die vollendete Wirklichkeit eines solchen Körpers, den sie zusammenhält und dessen Wesen sie bildet.

Christina Casanova

veröffentlicht unter: Diverses, IKP Institut Kein Kommentar